12. Dezember 2022

In diesem Artikel zeigt Martin Bertsch Zusammenhänge auf zwischen inneren psychischen und politischen und gesellschaftlichen Zuständen in der Gegenwart. Die Selbstermächtigung ist eine wichtige psychische Eigenschaft. Selbstermächtigung ist aber auch eine politische Kraft.

Der Ukraine-Krieg als Sinnbild für selbstentmächtigte Menschen

Der Ukraine Krieg macht sichtbar, was sich in den letzten Jahrzehnten auf der politischen Bühne abzeichnete: Die weltweite Demokratie-Bewegung ist ins Stocken geraten und zeigt immer mehr Zerfallserscheinungen. Autokratien oder sogar Kleptokratien haben Aufwind. Diese politischen Megatrends keimen aber auf dem Boden der einfachen Bürger, die Prozesse aktiv, vielmehr aber noch passiv zulassen und die Geschicke so ungewollt und unbewusst mitsteuern. 

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8. Dezember 2022

In diese Artikel zeigt Martin Bertsch auf, dass Vielfalt und Neurodiversität in der Geschichte des Menschen zugenommen haben. Neurodiversität ist eine wichtige Grundlage für Persönlichkeitsentwicklung.

Neurodiversität hat in der Geschichte des Menschen zugenommen

Schauen wir in der Geschichte der Menschheit zurück, können wir erkennen, dass sich die Vielfalt der Menschheit Schritt für Schritt entfaltet hat. Entlang den Bewusstseinsstufen archaisch, magisch, mythisch, rational und integral (vgl. Jean Gebser) hat die Arbeitsteilung zugenommen, die Vielfalt der kulturellen Lebensformen ebenso. Auch die Individualisierung ist in diesem Prozess ein wichtiger Schritt. Doch, nicht alle freuen sich über eine zunehmende Verhaltens-Diversität. 

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6. Dezember 2022

In diesem Artikel zeigt Martin Bertsch, wie wichtig es ist, auf die wirklichen Bedürfnisse der KlientInnen im Coaching einzugehen.

Herkömmliche Bedarfsorientierung im Coaching

Bedarfsorientierung ist im Kontext von professionellen Coaching-Angeboten ein zentrales Thema. Es geht darum, als Coach auf die Wünsche und Bedürfnisse von KundInnen eingehen zu können. Auf dieser Grundlage wird ein Coaching-Vertrag erstellt, der die Rahmenbedingungen für eine gemeinsame Arbeit festlegt.

Bedarfsorientierung und die humanistische Psychologie

In der humanistischen Psychologie, die gegen Ende der 1950-er Jahre aufkeimte, wurde der Klient als Mensch ins Zentrum gestellt. Einfühlungsvermögen und Zuhören gewannen damals rasch an Bedeutung. Spätestens seit dieser Wende in der Coaching-Arbeit wurde immer deutlicher: Sie, die KlientInnen, sind die Experten ihrer Situation, nicht der Coach. 

Klar, Coaches sollen wissen, was sie tun. Sie tragen die Verantwortung für hilfreich angewandte Methoden und das Schaffen eines behutsamen und zielführenden Rahmens. Sie sind Experten im Bereich der Methodenkompetenz. Die Ergebnis-Verantwortung und das Know- und Do-How für Lösungswege liegt aber ganz bei den KundInnen. Dieser Grundsatz der systemisch-lösungsorientierten Beratung hat sich weithin durchgesetzt, kennt aber auch Grenzen. Dazu ein persönliches Erlebnis. 

Eine tiefere Bedeutung von Bedarfsorientierung

Bei der letzten Coaching-Ausbildungsevaluation stellte ich wie immer die Frage, ob ich als Ausbildungsleiter denn auch genügend auf die Bedürfnisse der Ausbildungsteilnehmenden eingegangen sei. Eine Lernende brach daraufhin in Gelächter aus und meine: «Du hast das Ziel weit übertroffen. Du weisst ja schon vor uns, was wir brauchen und stellst punktgenau die Fragen, denen wir aus dem Weg gehen.» Das ist aus meiner Sicht genau, was sehr viele Menschen brauchen. Schauen wir uns dazu zur Verdeutlichung der Thematik ein Beispiel an: 

Mein Auto macht einen sonderbaren Lärm und ich sehe mich veranlasst, in der Garage eine Inspektion durchführen zu lassen. Wenn nun der Automechaniker fragt, was denn zu flicken sei, muss ich als Laie passen. Ich habe schlicht keine Ahnung, ich weiss einfach, dass etwas nicht stimmt. 

Exakt so ergeht es vielen meiner KundInnen. Sie spüren, dass etwas nicht stimmt, leiden womöglich gar unter einer Situation. Meist gelingt es noch die Probleme im Aussen zu benennen: Ich stecke schon im dritten Mobbing-Prozess, mein Chef ist unmöglich und die Kinder loten die Grenzen allzuweit aus… Es gibt leider meist genügend Probleme, mit denen wir uns im Leben herumschlagen. Aber was haben die Probleme mit mir selber zu tun?

Das ist genau der Punkt. Wie die französische Philosophin Simone Weil einst treffend sagte: «Wenn Du die Welt verändern willst, beginne mit dem Menschen, den du jeden Morgen im Spiegel siehst». 

Persönliche Schattenarbeit als Ausgangspunkt der Veränderung

Wenn wir persönlich wachsen wollen, ist es notwendig, unsere Schattenseiten in den Blick zu bekommen. Unsere Schattenseiten sind aber genau das, was wir nicht, oder noch nicht sehen können. Hier ist das dialogische Prinzip hilfreich: Mich selber in anderen zu erfahren (vgl. Martin Buber). Wie ist es aber möglich, dass ich als Coach die Schatten meiner KlientInnen treffsicher erkennen kann?

Die Lebensmatrix als Hilfe, unbewusst Bedürfnisse aufzufinden

Aus meiner Erfahrung hilft hier Menschenkenntnis. Ein überaus hilfreiches Instrument ist an dieser Stelle das Menschen-Typen oder Temperaments-Typenmodell der Lebensmatrix. Es ist ein dreidimensionales Seelenraum-Modell, dass mit einer unglaublichen Präzision verhilft, die eigentlichen und oft verborgenen Problemfelder ins Licht des Bewusstseins zu heben. 

Es fehlen mir oft die Worte, wie punktgenau dieses Modell in die Tiefe der Seele führt. Ich glaube, man muss das einfach selber erleben. Als Schlusswort vielleicht ein Feedback eines Kursteilnehmenden: «Das Gespür von Martin Bertsch ist immer wieder berührend. Es fasziniert mich, mit welcher Leichtigkeit er verborgene Muster sichtbar machen kann, so dass ein tiefgreifender Wandel in uns stattfinden kann. Mein Mut und mein Vertrauen in Martin Bertsch wurden mit lebensverändernden Prozessen belohnt.»

In Kursen und Coachings zeigt Martin Bertsch, was die Veränderungskraft der Integration der eigenen Schatten bei Menschen bewirken kann.

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28. Oktober 2021

Natürlich habe ich mittlerweile (nicht zuletzt Corona-bedingt) Erfahrung mit Video-Konferenzen und bin ein nicht ungeübter Zoom-Anwender. Auch im Bereich Kleingruppenarbeit habe ich einen reichen Erfahrungsschatz. Und trotzdem war ich gespannt auf das neue Format mit den drei Teilnehmenden. Es soll ein Testlauf sein mit dem neuen Format und mir für das Jahr 2022 eine Erfahrungsbasis für das Feinkonzept des Vision Circle liefern, der nun als Follow-up des Erfahrungstages Lebensmatrix Prozesse nachhaltiger gestalten soll. Ein schlankes, effizientes Format soll es sein und wie es sich in unserer digitalisierten Welt gehört natürlich online.

Eine Frage hat mich im Vorfeld besonders beschäftigt: Was den Erfahrungstag Lebensmatrix als Live-Event besonders auszeichnet, ist die mittlerweile enorme Tiefe und Intensität der Prozesse. Ist es möglich, in einer Video-Gruppen-Konferenz eine ähnliche Dichte und Wirksamkeit zu erzeugen? ich hatte meine Zweifel. Und wie das Schicksal so schon arrangierte, verlief der Beginn durchaus turbulenter als erhofft: Eine Teilnehmerin war zu spät und hatte Mikrofon-Probleme, bei der anderen waren Kinder zunächst ein Störfaktor und bei der dritten wurde soeben die Tochter notfallmässig ins Spital eingeliefert. Hm, dachte ich mir und versuchte Ruhe in die ganze Sache zu bringen und auf die Prozessarbeit zu fokussieren.

Und tatsächlich, was für eine schöne Überraschung. Alsbald waren wundersamerweise in einem achtsamen Raum alle Störfaktoren verschwunden und der Kontakt intensivierte sich. Schon erstaunlich, alle drei kannten sich bis dato nicht, aber rasch entstand eine für mich erstaunliche Nähe und Offenheit. Wunderbare Prozessarbeiten ermöglichten Begegnungen auf einer Tiefen Ebene. Das Ziel war vollständig erfüllt und ich war so richtig beglückt und fühlte mich beschwingt und erleichtert.

Einiges ist anders verlaufen als geplant und viel, sehr viel ist mir bewusst geworden über die Arbeit in diesem neuen Format. Denn, das Schicksal ist manchmal auch gnädig, es zeigt sich mir: Drei Teilnehmende, das ist die optimale TeilnehmerInnen-Zahl. Mehr geht nicht. Und so werde ich nun das Kurskonzept in diese Richtung ausfeilen und freue mich riesig auf die vielen neuen spannenden Prozesse und Entwicklungen.

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9. Juli 2021

Es ist schon erstaunlich, welche Kraft die Gedanken selbst im Bereich des Körpers haben. Ein Spiegel-Artikel beschreibt ein verblüffendes Ergebnis von Forschungen aus diesem Bereich:

Ein Artikel von Spiegel, 22.11.2001

„Allein Gedankenkraft kann den Bizeps deutlich stärken, haben Forscher in neuen Versuchen nachgewiesen. Das mentale Training könnte Kranken beim Aufbau ihrer Muskulatur helfen.

Selbst große Muskeln lassen sich offenbar kräftigen, indem man bloß an körperliche Übungen denkt. Forscher um Guang Yue von der Cleveland Clinic Foundation in Ohio haben gezeigt, dass durch Mentaltraining auch Armmuskeln zum Wachsen gebracht werden können, berichtet das Fachmagazin „New Scientist“ in seiner Online-Ausgabe.

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28. April 2021

Vor einigen Tagen sah ich einen Talk von Mark T. Hofmann zum Thema Psychopathen . 1% in der Bevölkerung gehören dieser Kategorie von Menschen an, die ein krankhaft vermindertes Einfühlungsvermögen und fehlendes soziales Verantwortungsgefühl haben. Im Management ist diese selbstbezogene Personengruppe je nach Studie mit 2 – 6% vertreten.

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23. November 2020

Nach aktueller Forschung sind mindestens 20% der Menschen hochsensibel. Grund genug für die Gesellschaft, sich mit dem Thema bewusster auseinanderzusetzen. Ein Gespräch mit Martin Bertsch, Initiant des Netzwerks Hochsensibilität.

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21. November 2020

Die klärende und etwas mühselige Reise zum Stein der Wahrheit

Oh mein Gott, was habe ich mir hier wieder eingebrockt! In stockfinsterer Nacht bin ich mit meinem Offroad-Camper auf eine Alp und dann von dort auf einem abenteuerlich holprigen Bergweg in Richtung eines Talkessels gefahren, der es mir angetan hatte. Vielleicht ist das wieder Auswuchs meiner High-Sensation-Seeker Seite, die mich schon in etliche brenzlige Situationen gebracht hat. Aber was kann schon einen Wahrheitssucher aufhalten auf der Suche nach dem Stein der Wahrheit. 

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3. November 2020

Das argentinische Kind Flavio Cabobianco fiel schon mit drei Jahren auf, als er sich sprachlich verständlich machen konnte. Er sprach von Gott und dem Universum auf eine Art, die unmissversändlich klar machte, dass er mehr wusste von den Geheimnissen des Lebens, und dieses Wissen nicht erst auf der Erde erlernte.

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22. Oktober 2020

Zum Zeitpunkt der zweiten Corona-Welle ist Home-Office populärer denn je. Aus meiner Sicht gibt es auch andere Gründe, nicht in muffigen Büros zu sitzen. Mein mobiles Zweit-Office gibt mir alle Möglichkeiten der Welt. Hier ein paar Impressionen:

Und ich spüre, wie die Natur einfach gut tut. Raus aus dem lärmenden und vielfach belasteten urbanen Dichtestress. Wie heisst es so schön: Natur pur ist die wirksamste Medizin gegen Zivilisationskrankheiten.

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